Fjord

12Jun/092

Mixdown

Einmal mit Profis arbeiten, dieser Gedanke, kommt sicher vielen ehrenamtlich tätigen in Wald und Flur öfters in den Sinn. Oft sind die mit der wenigsten Ahnung die lautesten und wissen alles und wenn schon nicht das, dann wenigstens alles besser.

Wie dem auch sei, ich betreue gerade ehrenamtlich die Technik rund um die Auftritte mehrere Künstler im Rahmen einer Festwoche anlässlich des 50-Jährigen unserer Kirchengemeinde. Ich bin selbst natürlich kein professioneller Licht- und Tontechniker, aber ich kenne einige, habe schon mit ihnen gearbeitet und hole mir dort immer wieder Rat.

Auf den heutigen Auftritt eines Kammerorchesters der Bochumer Symphoniker, hatte ich mich besonders gefreut. Ein Mitglied des Ensembles kam während einer früheren Veranstaltung persönlich vorbei und hat mit mir den Audioteil abgesprochen. Violine, Cello und Klarinette werden mit Mikros abgenommen, die er mitbringt, das Keyboard braucht einen Monitor und alles wird in die Stagebox eingestöpselt, ich mische ab und alles wird gut. Ihr Mischpult würden sie zu Hause lassen, da unseres auch nicht weniger kann.

Ich habe nicht schlecht gestaunt, als dieser Mensch (bitte nicht falsch verstehen, an ihren Instrumenten sind sie bestimmt spitze) mir offenbarte, dass er sein Behringer-Mischpult doch dabei hat und selbst auf der Bühne alles abmischt und mir über die Stagebox den MONO!!!-Mixdown zur Einstellung der Lautstärke zur Verfügung stellt.

Nichts mit war mit abmischen. Ein bisschen lauter und leiser konnte ich machen. Gerne hätte ich die 4 Instrumente akustisch aufgefächert. Den einen etwas mehr nach rechts, den aderen etwas nach links usw., um nur den deutlichsten Nachteil aufzuzeigen. Abgesehen davon wurde auch die Qualität durch das zweite Pult alles andere als besser. Am Mittwoch hatten wir eine Kabarettistin inkl. Keyboarder auf der Bühne (beide mir Mikros, sie sogar mit 2 (Gesang und Sprache)). Ebenfalls mit Monitoren auf der Bühne. Alle waren zufrieden und nichts brummte. Kaum kommt das 2. Pult ins Spiel brummt erst deren Monitor und nach dem Wechsel auf unseren brummt es in der ganzen Anlage. Das konnte ich zwar beheben, aber abgesehen, von den fehlenden Möglichkeiten und der schlechten Tonqualität hätten wir uns auch dieses Problem sparen können.

Richtig Spaß hatte ich dann noch mal beim Abbau, als das Keyboard rausgetragen wurde. Das selbe Modell besitzt jemand aus unserer Gemeinde und begleitet damit ab und zu unsere Jugendmessen. Auch kein Profi, aber er hat wenigstens einen ordentlichen Koffer dafür. Die Herren Profimusiker haben das Keyboard einfach mit einer weißen Wolldecke zugedeckt und zu zweit aus dem Zelt getragen. Sah aus, als ob es frisch gestorben war. Aber wahrscheinlich spielt er sonst auf einem Flügel, da kann das blöde Keyboard eh nicht mithalten und bekommt deshalb nur die Wolldecke und kein richtiges Case.

In diesem Sinne: Einmal mit Profis arbeiten.

P.S.: Nichts gegen das Können an den Instrumenten. Darin sind sie sicher klasse, aber was die Technik angeht, war das heute sicher keine Sternstunde und es hätte um Größenordnungen besser sein können.

6Jun/091

Näher an der Wahrheit

Endlich sagt es mal ein Politiker laut. Es wird nicht bei Sperren von KiPo-Seiten bleiben, sondern es wird "mittel- und längerfristig auch über andere kriminelle Vorgänge" geredet werden, meint zumindest Dieter Wiefelspütz (Link1, Link2). Wie in dem Artikel beschrieben, behauptet die CDU weiterhin, es gehe nur um Sperren gegen KiPo und nur darum.

Einerseits ganz nett, das von der SPD mal jemand ausspricht, was viele befürchten, andererseits erschreckend, dass er dabei selber wohl nicht merkt wie erschreckend das ist, was er ausgesprochen hat.

Mittlerweile überlege ich ernsthaft die Piraten zu wählen. Seltsame Zeigen sind das ...

29Mai/090

Testartikel via MarsEdit

Picture 1.pngDa mir in letzter Zeit immer mehr Blogartikel im Kopf herumgeistern, davon aber die meisten immer noch im Kopf und nicht im Blog sind und mich ein Bug in der Safari4-Beta oder in WordPress davon abhält Links so einzufügen, wie es sich gehört, teste ich gerade MarsEdit. Das ist ein Offline Editor für Blogs (für den Mac), mit dem ich jetzt versuche die Barriere einen Artikel zu verfassen für mich niedriger gestalten will.

Kein Einloggen und warten mehr, bis endlich der Editor im Admin Interface geladen ist. Einfach das Programm anschmeißen und los. Noch sehe ich während ich Tippe weder die Möglichkeit Links einzufügen, noch Tags zu vergeben. Beides würde diese Art des Artikelschreibens von vorn herein disqualifizieren. Da das Web ohne Links aber nicht denkbar ist und die Tags von der bestehenden Artikel brav angezeigt werden, gehe ich davon aus, das beides irgendwo zu finden sein wird.

Somit heißt es jetzt für mich Screenshot machen, um herauszufinden, wie der Media-Workflow aussieht und anschließend nach den Tags suchen.

... so, Linkmöglichkeit ist schon gefunden ...
... so, bei den Bildern, sehe ich noch keine Möglichkeit Title- und Alt-Tags zu vergeben und die Größe wird auch nicht automatisch angepasst ...
... immer noch keine Tags ...
... ah, Tags lassen sich im Menü aktivieren ...

Damit wäre bis auf die Sache mit den Bildern alles super. Na mal sehen. Bin erstmal spontan begeistert. Nach dem Rest googel ich später mal. Ach und schönes HTML kommt dabei auch heraus :-)

25Mai/090

Endspurt

Endspurt - jetzt mitzeichnen!

"Reinhauen!", würde ich sagen.

23Mai/091

Abmahnung für “Du bist Terrorist”-Video

Du bist Terrorist from lexela on Vimeo.

Nachdem Alexander Lehmann im Rahmen seiner Uni-Abschlussarbeit das oben zu sehende Video veröffentlichte (dubistterrorist.de), wird er nun von der Agentur, die hinter der "Du bist Deutschland"-Kampagne steht abgemahnt (mehr Infos bei Netzpolitik.org). Um mich dem Abgemahnten gegenüber ein bisschen solidarisch zu zeigen, gibt's das Video auch hier.

Update:

Die Abmahnung ist nun vom Tisch, wie Alexander Lehmann in seinem Blog berichtet, hat man miteinander telefoniert und sich gütlich geeinigt.

15Mai/090

Ausgesperrt

AusgesperrtBeim Update auf Drupal 6.12 meiner Entwicklungsinstallation stieß ich gerade auf ein interessantes Problem. Ich hatte mich, nachdem ich den "Maintenance-Mode" aktiviert hatte, in dem die Seite den jeweiligen Besucher darauf hinweist, dass gerade an ihr gearbeitet wird, ausgeloggt.

Das hatte zu Folge, dass ich nur noch diese Nachricht zu sehen bekam, aber nichts mehr, um mich einzuloggen und den Modus der Seite wieder zu ändern. Lösung des Ganze war es händisch ein kleines "user" an die URL zu hängen. Daraufhin bekommt man das Login-Formular und dann klappt es auch wieder mit dem Online-Schalten der Seite.

8Mai/091

1. Reaktion auf erfolgreiche Petition

Die erste Reatkion in der Tagesschau heute um 14.00 Uhr auf die mit 50 000 Unterzeichnern erfolgreiche Petition gegen die Internetsperren von Finanzminister von und zu Guttenberg:

"Es macht mich schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornografischen Inhalten sträuben. Das ist nun wirklich einer der wichtigesten Vorhaben - in vielerlei Hinsicht."

Für meinen Teil, macht es MICH sehr betroffen, dass unsere Regierung plant die Kinderpornos zu sperren. Sie soll dafür sorgen, dass sie aus dem Netz verschwinden. Und die "vielerlei Hinsicht"en, in der diese Sperrung wichtig ist, machen mir Angst. Angeblich ist doch die einzige Hinsicht der einzige Zweck die Sperrung von Kinderpornos. Im Bezug auf die anderen Hinsichten, ahne ich Übles, schließlich haben die ersten Verlage schon die Sperrung von Rapidshare gefordert und wenn die Infrastruktur und die Gesetzeslage erst einmal stimmt, wird weiter gesperrt ... brrr

8Mai/090

Erste richtige Recording-Session

Nachdem ich über diverse Umwege angesprochen wurde, war ich vor zwei Tagen mit meinem Audio-Interface und Mikro in Wetter mit der Aufgabe unterwegs einen Autor aufzunehmen. Er wurde von Veranstaltern, bei denen er als Lesender auftreten wolle immer öfter nach Tonbeispielen gefragt und nunja, diese sollte ich jetzt mir ihm produzieren.

Abgesehen davon, dass unser Navi nur auf Postleitzahlen ordenltich reagiert und ich deshalb fast zu spät gekommen wäre, hat alles wunderbar funktioniert und innerhalb von ca. einer Stunde, war alles auf Platte und ich auf dem Weg nach Hause. In Anbetracht der Umgebung, in der wir aufgenommen haben, nämlich seinem Wohnzimmer, in dem es doch sehr hallte und was natürlich nicht schallisoliert war, so dass man draußen das ein oder andere Auto hört, bin ich mit der Aufnahme voll zufrieden.

Wenn alles fertig und das Endprodukt beim Autor ist, werde ich ihn fragen, ob ich einen Ausschnitt davon hier  veröffenltichen darf, damit die Welt meine dreineinhalb Leser am semiprofessionellen Audiogewurschtel teilhaben können.

Nachdem ich dann gerade festgestellt habe, das ein lang erwarteter Geldregen über meinem Konto niedergegangen ist, habe ich noch schnell ein paar Kabel und einen ordentlichen Koffer bestellt. Es sieht nämlich nicht nur nicht gekonnt aus, sondern ist auch für den Zustand des Equipments nicht förderlich, wenn es lose im Rucksack transportiert wird ;-)

4Mai/090

Petition gegen die Netzsperre

Petition gegen Internetsperre

Wollte nur kurz verlauten lassen, dass es mittlerweile eine Petition gegen die Netzsperre gibt. Derzeit ist die zugehörige Seite etwas überlastet und dummerdings erfordert das Unterzeichnen eine Anmeldung auf der Seite. Ist es aber sicherlich wert (behaupte ich jetzt mal einfach so). Hier lang zur Petition (jeder nur ein Kreuz): Petition gegen die Netzsperre

Nebenbei sei noch erwähnt, dass die ersten Stimmen laut werden die Sperren über Kinderpornos hinaus ausgedehnt sehen wollen (via heise). Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis die geweckten Begehrlichkeiten öffentlich formuliert werden. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Forderungen eher Wasser auf die Mühlen der Zensurgegner sind, als andersherum.

Petition erfolgreich

Update:

Mittlerweile haben über 50 000 Personen die Petition unterzeichnet. Damit ist quasi sichergestellt, dass es eine Anhörung zu diesem Thema geben wird. Ob es wirklich etwas bringt, werden wir sehen, aber ein guter Schritt in die richtige Richtung ist es allemal.

20Apr/090

Frank Rieger vom CCC zur Zensurdebatte

Hier ein Interview vom Deutschlandfunk mit Frank Rieger vom Chaos Computer Club zur Zensurdebatte. Frank erklärt hier kurz und bündig, wieso das sog. "Access-Blocking" nicht der einzuschlagende Weg im Kampf gegen Kinderpornographie im Internet ist.