Erste richtige Recording-Session
Nachdem ich über diverse Umwege angesprochen wurde, war ich vor zwei Tagen mit meinem Audio-Interface und Mikro in Wetter mit der Aufgabe unterwegs einen Autor aufzunehmen. Er wurde von Veranstaltern, bei denen er als Lesender auftreten wolle immer öfter nach Tonbeispielen gefragt und nunja, diese sollte ich jetzt mir ihm produzieren.
Abgesehen davon, dass unser Navi nur auf Postleitzahlen ordenltich reagiert und ich deshalb fast zu spät gekommen wäre, hat alles wunderbar funktioniert und innerhalb von ca. einer Stunde, war alles auf Platte und ich auf dem Weg nach Hause. In Anbetracht der Umgebung, in der wir aufgenommen haben, nämlich seinem Wohnzimmer, in dem es doch sehr hallte und was natürlich nicht schallisoliert war, so dass man draußen das ein oder andere Auto hört, bin ich mit der Aufnahme voll zufrieden.
Wenn alles fertig und das Endprodukt beim Autor ist, werde ich ihn fragen, ob ich einen Ausschnitt davon hier veröffenltichen darf, damit die Welt meine dreineinhalb Leser am semiprofessionellen Audiogewurschtel teilhaben können.
Nachdem ich dann gerade festgestellt habe, das ein lang erwarteter Geldregen über meinem Konto niedergegangen ist, habe ich noch schnell ein paar Kabel und einen ordentlichen Koffer bestellt. Es sieht nämlich nicht nur nicht gekonnt aus, sondern ist auch für den Zustand des Equipments nicht förderlich, wenn es lose im Rucksack transportiert wird ;-)
Petition gegen die Netzsperre
Wollte nur kurz verlauten lassen, dass es mittlerweile eine Petition gegen die Netzsperre gibt. Derzeit ist die zugehörige Seite etwas überlastet und dummerdings erfordert das Unterzeichnen eine Anmeldung auf der Seite. Ist es aber sicherlich wert (behaupte ich jetzt mal einfach so). Hier lang zur Petition (jeder nur ein Kreuz): Petition gegen die Netzsperre
Nebenbei sei noch erwähnt, dass die ersten Stimmen laut werden die Sperren über Kinderpornos hinaus ausgedehnt sehen wollen (via heise). Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis die geweckten Begehrlichkeiten öffentlich formuliert werden. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Forderungen eher Wasser auf die Mühlen der Zensurgegner sind, als andersherum.
![]()
Update:
Mittlerweile haben über 50 000 Personen die Petition unterzeichnet. Damit ist quasi sichergestellt, dass es eine Anhörung zu diesem Thema geben wird. Ob es wirklich etwas bringt, werden wir sehen, aber ein guter Schritt in die richtige Richtung ist es allemal.
Frank Rieger vom CCC zur Zensurdebatte
Hier ein Interview vom Deutschlandfunk mit Frank Rieger vom Chaos Computer Club zur Zensurdebatte. Frank erklärt hier kurz und bündig, wieso das sog. "Access-Blocking" nicht der einzuschlagende Weg im Kampf gegen Kinderpornographie im Internet ist.
Laufzeitmessung in Java
Neues Semester neue Vorlesungen und neue Tätigkeiten am Rechner.
Vorlesung: Datenstrukturen -> neue Tätigkeit: Programmieren in Java
Alles soweit kein Problem. Habe mit Freude festgestellt, dass auf dem Mac schon alles drauf ist, was ich dafür brauche. Auch Classpath etc. war schon richtig gesetzt. Zwar spiele ich nun nicht mit der neusten Version, aber dass soll mir für das Erlernen struktureller Konzepte relativ egal sein.
In der letzten Vorlesung ging es um das Suchen von Elementen in einem Array. Vorgestellt wurden zwei Methoden, von denen eine angeblich schneller war. Um jetzt im Selbstversuch die Laufzeit zu messen hat unser Prof uns die Funktion getTime() aus der Klasse Date ans Herz gelegt. Wie das genau funktioniert sollen wir selbst herausfinden.
Mein Ansatz:
timePre = myDate.getTime();
// Hier arbeitete meine Suchfunktion
timePost = myDate.getTime();
System.out.println("\tDuration: " + (timePost - timePre) + "ms\n");
Ergebnis war immer eine Dauer von 0ms, da auch wenn ich mehrere Sekunden auf das Ergebnis meiner Suchfunktion warten musste getTime() immer die gleiche Zeit zurückgab.
Funktioniert hat dagegen der Weg über System.currentTimeMillis(). Gleiche vorgehensweise nur myDate.getTime() durch System.currentTimeMillis() ersetzt und schon klappt es auch mit der Laufzeitberechnung.
timePre = System.currentTimeMillis();
// Hier arbeitete meine Suchfunktion
timePost = System.currentTimeMillis()
System.out.println("\tDuration: " + (timePost - timePre) + "ms\n");
Falls der geneigte Leser eine Vorstellung hat, wieso getTime() jedesmal die gleiche Zeit ausspuckt, möge er diese in den Kommentaren hinterlassen ;-) Bis dahin höre ich nicht auf meinen Prof und berechne meine Laufzeiten über System.currentTimeMillis().
Internetzensur zugesagt
Toll, heute haben verschiedene Internetprovider in Berlin Zensurursulas Vereinbarung zur Sperung von Internetseiten mit Kinderpornos unterschrieben (link).
Leider bin ich davon überzeugt, dass mein Vorschlag zum Providerwechsel hier auf taube Ohren stoßen wird. Falls Ihr wissen wollt, wohin man weg von der Zensur wechselt, dann schaut mal hier.
Einen Mittschnitt der Pressekonferen heute bekommt Ihr über diesen Torrent und da werde ich jetzt mal reinhören.
Kleiner Ausblick in Sachen Zensur
Einen kleinen Ausblick in Sachen Zensur erhalten wir derzeit unter der Adresse wikileaks.de, die im Moment nur auf eine Seite der Denic führt, die darüber informiert, dass diese Domain gerade nicht erreichbar ist.
Hintergrund der ganzen Aktion ist wohl einige Unruhe, rund um Wikileaks. Wikileaks selbst hat es sich zur Aufgabe gemacht eine Plattform für politisch brisante Informationen zu sein, auf der eben solche Informationen anonym veröffentlicht werden können. Bei der erwähnten Unruhe ging es um eine Liste gesperrter Websites aus Australien, die Wikileaks zugespielt und dann dort veröffentlicht wurde, auf der sich nicht nur Kinderpornoseiten etc. befanden, sondern ebenfalls Seiten, die gekapert wurden und wo aufgrund eines Angriffs für eine gewissen Zeit zweifelhaftes Material veröffenlticht wurde. Genauer verfolgen lässt sich die Situation sicher auf netzpolitik.org und weitere Hintergründe gibt es in der Pressemitteilung auf wikileaks.org.
Hier sieht man sehr schön, wie toll Internetzensur funktioniert. Neben der evtl. sinnvollen Sperrung der wirklich bösen Seiten landen ohne eigenes Verschulden auch Seiten auf den schwarzen Listen, die dort eigentlich nichts verloren haben und da diese Listen "eigentlich" nicht öffentlich einzusehen sind, wissen die Betroffenen nichtmal davon, sondern merken nur, dass keiner mehr ihre Seite besucht. Die Listen öffentlich zu machen, was zwar wie in Australien geschehen, mit großer Wahrscheinlichkeit sowieso irgendwann passiert, würde es aber vielen, die auf der Suche nach illegalem Material sind wesentlich einfacher machen, da sie selbst nun nicht mehr zu suchen brauchen, sondern die Adressen quasi frei Haus geliefert bekommen. Mögliche Wege die Sperrung gewisser Inhalte zu umgehen, finden sich in der Regel auch relativ schnell im Netz.
Wieso aber sich die Mühe machen international gegen z.B. Kinderpornos vorzugehen und dafür zu sorgen, dass die Inhalte verschwinden, wenn man doch durch das Hilfsmittel der Zensur alles viel einfacher lösen kann. Dass man damit Begehrlichkeiten weckt, evtl. nicht nur Kinderpornos zu sperren, sondern später rechte Seiten, Tauschbörsen, oder einfach politisch nicht gern Gesehenes ist natürlich völlig aus der Luft gegriffen (<- Ironie!!!).
UPDATE:
Wie sich nun herausgestellt hat, steht die Nichterreichbarkeit von Wikileaks über wikileaks.de glücklicherweise nicht wirklich im Zusammenhang mit der Hausdurchsuchung bei Theodor Reppe. Dazu gibt es zwei Stellungnahmen eine vom Provider und eine auf Wikileaks.org.
Im Endeffekt ist es natürlich zu begrüßen, dass doch nicht zensiert wurde o.ä.. In wie weit die Stilllegung von wikileaks.de jetzt die Schuld von Theo Reppe war, oder einfach mangelnde Kommunikation von einer der beiden Seiten, sei einmal dahingestellt. Viel wichtiger ist der Blick z.B. auf Australien, wo Internetzensur bereits stattfindet und sich klarzumachen, dass dies keine gute Idee ist, auch nicht gegen Kinderpornos. Einen sehr netten Artikel dazu gibt es in der aktuellen C't und die wichtigsten Argumente sind mit Links nochmal auf Netzpolitik.org zusammengefasst.
Eine kleine Episode aus dem C't-Artikel sei hier aber dann doch erwähnt, denn dort wird unter anderem berichtet, dass in Dänemark, wo es schon eine Liste der bösen Websites gibt, aber damit die aktive Arbeit gegen Kinderpornos dann auch zu Ende ist. Es wurden testweise ein paar Adressen dieser Liste, die in den USA gehostet wurden aufgegriffen und bei den zuständigen Stellen dort gemeldet und siehe da, alle Seiten, die keine Altersnachweise für die dargestellten Personen erbringen konnten, waren ratz fatz vom Netz. Dummerdings hat sich die Arbeit sich um das Abschalten der Seiten zu kümmern in Dänemark niemand mehr gemacht. Die Seiten waren schließlich schon zensiert.
Ob es besser ist die Seiten nur mit potentiell umgehbaren Sperren zu versehen, oder sich dafür stark zu machen, sie ganz vom Netz zu nehmen, darf nun selbst überlegt werden. Evtl. mit dem Gedanken im Hinterkopf, welche Begehrlichkeiten ein einmal installiertes Zensursystem wecken könnte wird.
ebay – Stress statt Schnäppchen die 2.

Das Mikro ist da und funktioniert, leider ist der Stress noch nicht ganz vorbei. Aber ich fange mal von vorne an. Nach allem was in der Artikelbeschreibung stand, ist das Mikro quasi neu (vom Januar '09) und wurde mir Rechnung angeboten. Ich habe die Auktion gewonnen, für weniger als die Hälfte des Neupreises. Glück für mich Pech für den Verkäufer. Das Geld war schnell am nächsten Tag per Onlinebanking überwiesen und ich begann zu warten.
Nach etwas über eine Woche startete ich meine erste Anfrage und bekam die Antwort, der Verkäufer sei in Urlaub gewesen, habe die Auktion ganz vergessen und morgen früh ginge das Mikro raus. Nach weiteren 3 Tagen und intensiver Suche im Netz fand ich heraus, dass das Mic nach Beginn der Auktion in den Kleinanzeigen eines großen Online-Händlers auftauchte (selbes Mic, selber Verkäufer etc.). Darauf hin informierte ich den Verkäufer in meiner zweiten, nicht unfreundlichen, aber deutlichen Nachfrage darüber, dass ich die Situation nicht mehr ganz so lustig fände und nach weiteren 5 Tagen (WE war dazwischen) weitere und ggf. auch rechtliche Schritte einleiten würde (Rechtsschutzversicherung sei Dank). Auf diese Anfrage folge natürlich keine Reaktion.
Der Ablauf der "weiteren Schritte" fand ich auf Ebay und er läuft darauf hinaus, dass man per Einschreiben mit Rückschein dem Verkäufer eine Lieferfrist setzt und dann nach deren Ablauf vom Kauf zurücktreten kann (Geld zurück) oder den Verkäufer auf die Ware verklagt. Alternativ kann man vorher bei Ebay ein Problem anlegen, worauf hin Ebay dem Verkäufer Druck macht.
Da ich das Anlegen des Problems bei Ebay vorher übersehen hatte, habe ich diesen Weg vor dem Einschreiben gewählt und so mein Micro bekommen. Leider ohne Rechnung, wie in der Beschreibung angegeben. Im Moment versuche ich noch mir diese zumailen zu lassen.
Das eigentlich Interessante aber habe ich von einem Anwalt erfahren, mit dem ich mich am Tag bevor ich das Einschreiben verschicken wollte telefoniert habe. Bei Artikeln wo es sich finanziell lohnt sollte man grundsätzlich versicherten Versand aushandeln, weil so im Fall einer Klage nachzuweisen ist, ob das Paket wirklich verschickt wurde. Wenn ich nämlich nach weiteren Komplikationen versucht hätte durch eine Klage an das Mikro zu kommen, hätte der Verkäufer sich einen Zeugen besorgen können, der gesehen hat, wie er das Mic verschickt hat und das Paket wäre bei der Post verloren gegangen. Dieser Ausweg entfällt bei versichertem Versand. Wieder etwas gelernt :-)
Ob nötig oder nicht:
Es sei noch erwähnt, das ich keine rechtliche Ausbildung habe und hier nur erzähle, was mir so widerfahren ist (ist hier keine verbindliche Rechtsberatung und übermorgen kann die Gesetzeslage schon wieder eine ganz andere sein).
ebay – Stress statt Schnäppchen
Habe gerade wegen Probleme mit einer ebay-Auktion (bekomme die Ware nicht) unseren Rechtsschutz kontaktiert und dabei zumindest einen wichtigen Punkt erfahren, den man bei Auktionen beachten sollte und der mir so vorher noch nicht klar war.
Um dem Verkäufer hier keine Vorlage zu geben, falls er mich ebenso googelt, wie ich das bei ihm getan habe, lasse ich mich hier über die die ebay-Infos die ich bekommen habe erste später an dieser Stelle aus.
OK, eigentlich ist die Info, dass es etwas schreiben werde relativ sinnlos, aber ich muss unbedingt was bloggen, um das neue Twitterplugin zu testen ;-)
Safari 4 auf Abwegen
Kleiner Nachtrag, nachdem ich den vorigen Artikel im Firefox schreiben musste, weil die Safari 4 Beta buggie war.
Beim erstellen eines Links mit WordPress 7.1, sollte sich ein grauer Schleier über das Admin-Interface legen und ein inline Popup erscheinen, dem ich dann den entsprechenden Link sowie einige linkspezifische Einstellungen übergeben kann. Leider legt sich der graue Schleier bei der Safari 4 Beta der graue Schleier auch über das Popup, womit ich weder Abbrechen noch bestätigen konnte.
Gut nur, dass mir das in der ersten Zeile passiert ist :-)

