Fjord

20. April 2009

Frank Rieger vom CCC zur Zensurdebatte

Filed under: Politik,Technik — Muli @ 17:09

Hier ein Interview vom Deutschlandfunk mit Frank Rieger vom Chaos Computer Club zur Zensurdebatte. Frank erklärt hier kurz und bündig, wieso das sog. “Access-Blocking” nicht der einzuschlagende Weg im Kampf gegen Kinderpornographie im Internet ist.

18. April 2009

Laufzeitmessung in Java

Filed under: Technik — Muli @ 16:35

Neues Semester neue Vorlesungen und neue Tätigkeiten am Rechner.

Vorlesung: Datenstrukturen -> neue Tätigkeit: Programmieren in Java

Alles soweit kein Problem. Habe mit Freude festgestellt, dass auf dem Mac schon alles drauf ist, was ich dafür brauche. Auch Classpath etc. war schon richtig gesetzt. Zwar spiele ich nun nicht mit der neusten Version, aber dass soll mir für das Erlernen struktureller Konzepte relativ egal sein.

In der letzten Vorlesung ging es um das Suchen von Elementen in einem Array. Vorgestellt wurden zwei Methoden, von denen eine angeblich schneller war. Um jetzt im Selbstversuch die Laufzeit zu messen hat unser Prof uns die Funktion getTime() aus der Klasse Date ans Herz gelegt. Wie das genau funktioniert sollen wir selbst herausfinden.

Mein Ansatz:


timePre = myDate.getTime();
// Hier arbeitete meine Suchfunktion
timePost = myDate.getTime();


System.out.println("\tDuration: " + (timePost - timePre) + "ms\n");

Ergebnis war immer eine Dauer von 0ms, da auch wenn ich mehrere Sekunden auf das Ergebnis meiner Suchfunktion warten musste getTime() immer die gleiche Zeit zurückgab.

Funktioniert hat dagegen der Weg über System.currentTimeMillis(). Gleiche vorgehensweise nur myDate.getTime() durch System.currentTimeMillis() ersetzt und schon klappt es auch mit der Laufzeitberechnung.


timePre = System.currentTimeMillis();
// Hier arbeitete meine Suchfunktion
timePost = System.currentTimeMillis()


System.out.println("\tDuration: " + (timePost - timePre) + "ms\n");

Falls der geneigte Leser eine Vorstellung hat, wieso getTime() jedesmal die gleiche Zeit ausspuckt, möge er diese in den Kommentaren hinterlassen ;-) Bis dahin höre ich nicht auf meinen Prof und berechne meine Laufzeiten über System.currentTimeMillis().

17. April 2009

Internetzensur zugesagt

Filed under: Politik,Technik — Muli @ 13:21

Toll, heute haben verschiedene Internetprovider in Berlin Zensurursulas Vereinbarung zur Sperung von Internetseiten mit Kinderpornos unterschrieben (link).

Leider bin ich davon überzeugt, dass mein Vorschlag zum Providerwechsel hier auf taube Ohren stoßen wird. Falls Ihr wissen wollt, wohin man weg von der Zensur wechselt, dann schaut mal hier.

Einen Mittschnitt der Pressekonferen heute bekommt Ihr über diesen Torrent und da werde ich jetzt mal reinhören.

11. April 2009

Kleiner Ausblick in Sachen Zensur

Filed under: Politik,Technik — Muli @ 17:09

wikileaks-offline

Einen kleinen Ausblick in Sachen Zensur erhalten wir derzeit unter der Adresse wikileaks.de, die im Moment nur auf eine Seite der Denic führt, die darüber informiert, dass diese Domain gerade nicht erreichbar ist.

Hintergrund der ganzen Aktion ist wohl einige Unruhe, rund um Wikileaks. Wikileaks selbst hat es sich zur Aufgabe gemacht eine Plattform für politisch brisante Informationen zu sein, auf der eben solche Informationen anonym veröffentlicht werden können. Bei der erwähnten Unruhe ging es um eine Liste gesperrter Websites aus Australien, die Wikileaks zugespielt und dann dort veröffentlicht wurde, auf der sich nicht nur Kinderpornoseiten etc. befanden, sondern ebenfalls Seiten, die gekapert wurden und wo aufgrund eines Angriffs für eine gewissen Zeit zweifelhaftes Material veröffenlticht wurde. Genauer verfolgen lässt sich die Situation sicher auf netzpolitik.org und weitere Hintergründe gibt es in der Pressemitteilung auf wikileaks.org.

Hier sieht man sehr schön, wie toll Internetzensur funktioniert. Neben der evtl. sinnvollen Sperrung der wirklich bösen Seiten landen ohne eigenes Verschulden auch Seiten auf den schwarzen Listen, die dort eigentlich nichts verloren haben und da diese Listen “eigentlich” nicht öffentlich einzusehen sind, wissen die Betroffenen nichtmal davon,  sondern merken nur, dass keiner mehr ihre Seite besucht. Die Listen öffentlich zu machen, was zwar wie in Australien geschehen, mit großer Wahrscheinlichkeit sowieso irgendwann passiert, würde es aber vielen, die auf der Suche nach illegalem Material sind wesentlich einfacher machen, da sie selbst nun nicht mehr zu suchen brauchen, sondern die Adressen quasi frei Haus geliefert bekommen. Mögliche Wege die Sperrung gewisser Inhalte zu umgehen, finden sich in der Regel auch relativ schnell im Netz.

Wieso aber sich die Mühe machen international gegen z.B. Kinderpornos vorzugehen und dafür zu sorgen, dass die Inhalte verschwinden, wenn man doch durch das Hilfsmittel der Zensur alles viel einfacher lösen kann. Dass man damit Begehrlichkeiten weckt, evtl. nicht nur Kinderpornos zu sperren, sondern später rechte Seiten, Tauschbörsen, oder einfach politisch nicht gern Gesehenes ist natürlich völlig aus der Luft gegriffen (<- Ironie!!!).

UPDATE:

Wie sich nun herausgestellt hat, steht die Nichterreichbarkeit von Wikileaks über wikileaks.de glücklicherweise nicht wirklich im Zusammenhang mit der Hausdurchsuchung bei Theodor Reppe. Dazu gibt es zwei Stellungnahmen eine vom Provider und eine auf Wikileaks.org.

Im Endeffekt ist es natürlich zu begrüßen, dass doch nicht zensiert wurde o.ä.. In wie weit die Stilllegung von wikileaks.de jetzt die Schuld von Theo Reppe war, oder einfach mangelnde Kommunikation von einer der beiden Seiten, sei einmal dahingestellt. Viel wichtiger ist der Blick z.B. auf Australien, wo Internetzensur bereits stattfindet und sich klarzumachen, dass dies keine gute Idee ist, auch nicht gegen Kinderpornos. Einen sehr netten Artikel dazu gibt es in der aktuellen C’t und die wichtigsten Argumente sind mit Links nochmal auf Netzpolitik.org zusammengefasst.

Eine kleine Episode aus dem C’t-Artikel sei hier aber dann doch erwähnt, denn dort wird unter anderem berichtet, dass in Dänemark, wo es schon eine Liste der bösen Websites gibt, aber damit die aktive Arbeit gegen Kinderpornos dann auch zu Ende ist. Es wurden testweise ein paar Adressen dieser Liste, die in den USA gehostet wurden aufgegriffen und bei den zuständigen Stellen dort gemeldet und siehe da, alle Seiten, die keine Altersnachweise für die dargestellten Personen erbringen konnten, waren ratz fatz vom Netz. Dummerdings hat sich die Arbeit sich um das Abschalten der Seiten zu kümmern in Dänemark niemand mehr gemacht. Die Seiten waren schließlich schon zensiert.

Ob es besser ist die Seiten nur mit potentiell umgehbaren Sperren zu versehen, oder sich dafür stark zu machen, sie ganz vom Netz zu nehmen, darf nun selbst überlegt werden. Evtl. mit dem Gedanken im Hinterkopf, welche Begehrlichkeiten ein einmal installiertes Zensursystem wecken könnte wird.

9. April 2009

Aufkleber auf CDs – Doofe Idee

Filed under: Technik — Muli @ 16:26

Sticker On CD

1. April 2009

ebay – Stress statt Schnäppchen die 2.

Filed under: Technik,persönlich — Muli @ 12:40
Rode Procaster

Das Mikro ist da und funktioniert, leider ist der Stress noch nicht ganz vorbei. Aber ich fange mal von vorne an. Nach allem was in der Artikelbeschreibung stand, ist das Mikro quasi neu (vom Januar ’09) und wurde mir Rechnung angeboten. Ich habe die Auktion gewonnen, für weniger als die Hälfte des Neupreises. Glück für mich Pech für den Verkäufer. Das Geld war schnell am nächsten Tag per Onlinebanking überwiesen und ich begann zu warten.

Nach etwas über eine Woche startete ich meine erste Anfrage und bekam die Antwort, der Verkäufer sei in Urlaub gewesen, habe die Auktion ganz vergessen und morgen früh ginge das Mikro raus. Nach weiteren 3 Tagen und intensiver Suche im Netz fand ich heraus, dass das Mic nach Beginn der Auktion in den Kleinanzeigen eines großen Online-Händlers auftauchte (selbes Mic, selber Verkäufer etc.). Darauf hin informierte ich den Verkäufer in meiner zweiten, nicht unfreundlichen, aber deutlichen Nachfrage darüber, dass ich die Situation nicht mehr ganz so lustig fände und nach weiteren 5 Tagen (WE war dazwischen) weitere und ggf. auch rechtliche Schritte einleiten würde (Rechtsschutzversicherung sei Dank). Auf diese Anfrage folge natürlich keine Reaktion.

Der Ablauf der “weiteren Schritte” fand ich auf Ebay und er läuft darauf hinaus, dass man per Einschreiben mit Rückschein dem Verkäufer eine Lieferfrist setzt und dann nach deren Ablauf vom Kauf zurücktreten kann (Geld zurück) oder den Verkäufer auf die Ware verklagt. Alternativ kann man vorher bei Ebay ein Problem anlegen, worauf hin Ebay dem Verkäufer Druck macht.

Da ich das Anlegen des Problems bei Ebay vorher übersehen hatte, habe ich diesen Weg vor dem Einschreiben gewählt und so mein Micro bekommen. Leider ohne Rechnung, wie in der Beschreibung angegeben. Im Moment versuche ich noch mir diese zumailen zu lassen.

Das eigentlich Interessante aber habe ich von einem Anwalt erfahren, mit dem ich mich am Tag bevor ich das Einschreiben verschicken wollte telefoniert habe. Bei Artikeln wo es sich finanziell lohnt sollte man grundsätzlich versicherten Versand aushandeln, weil so im Fall einer Klage nachzuweisen ist, ob das Paket wirklich verschickt wurde. Wenn ich nämlich nach weiteren Komplikationen versucht hätte durch eine Klage an das Mikro zu kommen, hätte der Verkäufer sich einen Zeugen besorgen können, der gesehen hat, wie er das Mic verschickt hat und das Paket wäre bei der Post verloren gegangen. Dieser Ausweg entfällt bei versichertem Versand. Wieder etwas gelernt :-)

Ob nötig oder nicht:
Es sei noch erwähnt, das ich keine rechtliche Ausbildung habe und hier nur erzähle, was mir so widerfahren ist (ist hier keine verbindliche Rechtsberatung und übermorgen kann die Gesetzeslage schon wieder eine ganz andere sein).

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